Bremer Motorradfreunde von 1980 e. V.
2019
Reisen 2018 Kurztrips 2018 Reisen 2019

Die etwas andere Eröffnungstour - 10.-12. Mai

Da wir zur Zeit keinen Tourenleiter haben, kam die Einladung von unseren Freunden Henk & Maria aus den Niederlanden genau richtig für eine Eröffnungstour. Die beiden hatten ein Hotel in Brilon organisiert und alle Freunde dazu eingeladen. Andreas & Crissy, Wolf- gang, Jürgen, Manfred und ich machten uns am Frei- tag Nachmittag auf den Weg. Bei der Bol d' Or von Andreas wollte die Hinter- radbremse das Rad nicht frei geben, deshalb ver- zögerte sich die Abfahrt ein wenig. Nachdem wir das Verkehrschaos in Bremen hinter uns gelassen hatten, lief es recht zügig über Landstraßen in Richtung Brilon. Erfreulicherweise blieb es trocken, so daß wir gegen 19 Uhr alle im Hotel waren. Der Wirt machte uns ein leckeres Abendessen, und wir saßen mit den anderen Teilnehmern gemütlich zusammen. Am nächsten Morgen trafen weitere Teilnehmer ein, so kamen insgesamt 26 Biker zusammen. Es regnete leider, dennoch beschlossen wir ein wenig zu fahren. Der Weg führte uns erst einmal zum Diemelsee. Bei einer heißen Schokolade und schönem Blick über den See beschlossen wir, nach Brilon zu fahren, dort fand eine Oldtimerveranstaltung statt. Es gab viel zu sehen, und trotz des Wetters war eine Menge los. Am Abend hat der Wirt gegrillt und am Abend ergaben sich noch viele Gespräche mit den anderen Teilnehmern. Am nächten Morgen hatte das Wetter wieder ein Einsehen mit uns Bikern, zwar kalt aber trocken. Ich beschloss die Rückfahrt noch etwas auszudehnen, und fand herrliche trockene Straßen, die uns über 580 km nach Hause führten. Insgesamt war das eine sehr schöne Idee von Henk & Maria, und auch der Treffpunkt in Brilon war ideal um schöne Touren durchs Sauerland zu machen. Ich, der Präsi, bin auch beim nächsten Mal dabei.

Drei Seen JHB-Tour - 27.-30. September

Freitag - Start 10.00 Uhr Präsi, Wolfgang, Sven, Andreas mit Chrissi und Werner nehmen die erste Tagesetappe Richtung Bad Malente über Glückstadt-Wischhafen in Angriff. Es ist überraschend gutes Wetter, auch wenn die Vorhersagen für unsere vier Tage alles andere als berauschend sind. Kleine Ortschaften wie Blumenthal, Schönebeck und Berlin fallen ins Auge. Über trockene Straßen bei der JHB am Kellersee angekommen, stehen 260 km auf der Scheibe und wir sind die einzigen Gäste. Bei einem schönen Spaziergang den See entlang, läuten hunderte Gänse den Abend ein und wir machen verdiente Rast beim hervorragenden Griechen und danach eine gesellige Runde vor einer Holzhütte der JHB. Samstag - Start 9.00 Uhr Heute sind stolze 420 km angesagt – Ziel ist Berlin-Wannsee. Über Lübeck geht es Richtung Süden, die Sonne begleitet uns streckenweise. Klaus führt uns auf abwechslungreichen Strassen mal über kleine Holperstrecken und durch menschenleere Dörfer, mal über bestens asphaltierte Land- strassen. Da beschert uns Klaus' Cagiva eine kleine Zwangspause - das Kupplungsseil ist abgerissen – aber Klaus hat vorgesorgt und das Repara- turset findet seine Verwendung. Am Nachmittag kündigen dunkle Wolken vom bevorstehenden Regen. Aber wir sind noch nicht betroffen, die Strassen trocken. Wir durchfahren Eichenalleen mit Warnungen vor Allergie durch Prozessionsspinner und Obstbaumalleen mit Apfel- und Birnenfall- obst am Rand. Das zeugt vom Herrn von Ribbeck vom Havelland. Vorbei an riesigen, blau blühenden Feldern mit Phazelia, Rufe großer Schwärme von Kranichen begleiten uns durch den Ort Ribbeck. Bei einer kleinen PiPause gibt Wolfgang Hornissenalarm, bei mir auf dem Helm hat er eine Hornisse zum Kragen krabbelnd entdeckt. Weiter geht’s mit schwarzer Wolkenwand am Horizont Richtung Berlin. In Potsdam sind dann die Strassen nass vom heftigen Wolkenbruch, geschönt durch einen grossen Regenbogen. Die Jugenherberge ist gut besucht, der morgige Berlin- marathon hat wohl dafür gesorgt. Sonntag – Start 9.00 Uhr Das heutige Ziel ist die Eulenspiegelstadt Mölln – wir werden ohne grosse Schlenker fahren, immerhin 320 km im Dauerregen. Also wieder mit Regen-überzieher – es ist die Zeit für Rüben- und Apfelernte, mit schmutzigen Strassen ist jederzeit zu rechnen. Kleine Dörfer des Ostens säumen den Weg mit teils merkwürdigen (Wusterhausen) aber auch bekannten Namen wie Rheinsberg oder Friedrichsruh. Schön renovierte alte Villen wechseln sich ab mit völlig verfallenen Häusern, bunt geschönten Plattenbauten, Kopfsteinpflaster mit hervorragendem Asphalt und Umwegen durch abgesperrte Strassen, vorbei an Schwerin und Ratzeburg an den Ziegelsee im Herzogtum Lauenburg und es regnet weiter. Montag – Start 9.00 Uhr Aufbruch wieder im Regenüberzieher. Wir fahren in Lauenburg über die Elbe unter dem Schiffs- hebewerk Scharnebeck hindurch in die blühende Lüneburger Heide. Schrecksekunde – ich bleibe beim Aufsteigen nach kurzem Päuschen, behin- dert durch die Regenhose an der Gepäcktasche hängen, falle samt Motorrad aufs Pflaster – ohne grössere Blessuren - ohne ausgeklappten Seiten- ständer aufsteigen, blöde Idee. Der Dauerregen ist Schauern mit Unterbrechungen gewichen, dafür stürmt „Mortimer“. Über Schneverdingen geht’s Richtung Verden. Hier wollen wir die „heilige Currywurst“ bei „Pommes goldgelb“ ge- niessen um ein wenig gestärkt die letzten km in Angriff zu nehmen. Heute sind noch einmal 230 km zusammen gekommen, so daß wir an diesen vier Tagen insgesamt rund 1.230 unter den Reifen hatten. Eine abwechslungsreiche – leider feuchte Tour und Klaus grübelt schon wieder für's nächste Jahr. Werner
Kurztrips 2019